Start der Reise
Ohne gestern gäbs kein morgen. Ohne heute kein gestern. Wir haben uns Gedanken über Memes gemacht, genauer genommen über Kunst. Darüber, wie sich die Kunst verändert und wie wir Kunst neu verstehen, uns selbst neu artikulieren und die gedachten Gedanken der Vergangenheit heute neu denken müssen. Unsere Erlebnisse und unser Empfinden können wir heutzutage durch neue „Werkzeuge“ malen, zeichen, festhalten und artikulieren.
Den Impuls dazu gab uns Walter Benjamin, der in unterschiedlichen Perspektiven von der Aura des Kunstwerks gesprochen hat. Der das Kunstwerk im eigentlichen Sinn in seinem damals modernen Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit betrachtet und die These aufgestellt hat, dass das Kunstwerk durch die Massenreproduktion und die damit einhergehende neue Wahrnehmung der Wirklichkeit der Kunstwerke ihre sogenannte Aura verlieren würden. Aber ist das wirklich so?
In unserem Studium beschäftigen wir uns mit unterschiedlichen, aber vor allem digitalen Artikulationsformen, mit dem Einsatz und den Möglichkeiten von Medien und Bildung sowie mit unterschiedlichen Aspekten von Medien-, Sozial- und Bildungstheorien. Dabei geht es in unserem transformatorischen Bildungsverständnis um die Veränderung des Selbst- und Weltbilds. Wie nehme ich die Welt und wie mich selbst, als aktiven Teil in dieser Welt wahr.
Medien bestimmen wesentlich die Strukturen von Weltsichten, sowohl auf kultureller Ebene wie auch auf invididueller Ebene: Orale Kulturen, Schrift- und Buchkulturen, visuelle Kulturen und digital vernetzte Kulturen bringen jeweils unterschiedliche Möglichkeiten der Artikulation (des Denkens, des Ausdrucks, der Kommunikation, der Wissenschaften, der Künste) hervor.
Ein Aspekt von Welt und Selbst ist die Kunst. Und so kamen wir zu der Überlegung, wie Walter Benjamin seine Überlegungen im jetzigen digitalen Zeitalter denken würde. Ob er anderer Meinung wäre, ob er vielleicht selbst Spaß und Freude empfinden würde bei der kreativen Auseinandersetzung mit technischen Medien und ob er den Begriff der Aura neu denken würde. Wir haben uns gedacht, dass Walter Benjamin wahrscheinlich sogar den Begriff der Reproduktion neu denken würde und so kam uns die Idee – Vergangenheit und Moderne zusammenzubringen. Klassische Kunstwerke neu zu denken, alte klassische Theorien auf neue aktuelle Phänomene zu beziehen. Auf dieser Seite erwarten euch Überlegungen zu Memes und Kunst, zu der Bedeutung von Kunst in der Moderne und vor allem die Erklärungen der Jetztzeit, mit längst – fast schon vergessenen – Wissenschaftlern, indem wir das von gestern gedachte auf morgen beziehen. Die Memes, die man in unserem Generator kreieren kann, sind allesamt auf der Grundlage von klassischen, „alten“ Kunstwerken, denn bei uns geht es darum, die Vergangenheit mit in die Zukunft zu nehmen und das Altgedachte neu zu interpretieren. So kann jeder, egal ob jung, egal ob alt, seine ganz eigene Interpretation des Kunstwerks generieren.
Das Ziel dieser Seite ist es nicht, alte Theorien aufzuarbeiten, unser Ziel ist es, zu unterhalten, euch zum Lachen zu bringen und vor allem auch zum Nachdenken anzuregen. Dabei wollen wir einen Raum schaffen, indem Austausch entstehen kann, Memes eventuell erklärt werden können, Fragen beantworten und somit ein gegenseitiges Verständnis erreicht werden kann. Wenn ihr neben kreativen Gestaltung eurer Memes Interesse daran habt, einmal drüber nachzudenken, warum Mama oder Papa das lustige Bild nicht versteht, sich vielleicht sogar angegriffen fühlt, während dein Bruder oder deine Schwester sich ebenfalls nicht mehr einkriegt vor lachen, les gerne unsere Beiträge, denn auch darüber haben wir einiges Zusammengesucht und hoffen, euch damit ein wenig Licht ins Dunkle zu bringen.
Also tobt euch aus, bleibt gespannt und viel Spaß beim Ausdenken, Austauschen und Durchklicken.